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Sommerpause

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Sommerpause bei der Volksbühne – keine Zeit, sich auf die faule Haut zu legen

 

Vielleicht fragen Sie, liebe Zuschauer, sich manchmal, warum denn die Sommerpause bei der Volksbühne Neubiberg/Ottobrunn gar so lang sein muss. „Wird`s denen nicht fad, so lange ohne Theater?“, mag manch einer sich fragen. Oh nein, uns wird ganz und gar nicht langweilig. Denn jetzt kommt die Zeit, wo man sich schon auf die neue Spielsaison vorbereiten muss.

 

Spielleiterin und Regisseure zum Beispiel müssen in den kommenden Wochen neue Stücke aussuchen. Was kommt an beim verwöhnten Stammpublikum? Welchen Klassiker könnten wir mal wieder spielen? Gibt`s einen neuen Autor, den man unbedingt mal zur Aufführung bringen müsste? Dazu muss überlegt werden, welche Spielerin und welcher Spieler wann Zeit hat. Beruf, Familie oder andere Hobbies schränken die „Verfügbarkeit“ der einzelnen Ensemble-Mitglieder doch zunehmend ein. Und schließlich soll ja jede (noch so kleine) Rolle möglichst typengerecht besetzt werden – eine Herkulesaufgabe, die mehrmaliges Umdisponieren sowie den einen oder anderen Nervenzusammenbruch mit sich bringt.

 

Nicht recht viel einfacher ist die Planung für den Einsatz von Souffleusen, Inspizientinnen oder Schminkerinnen. Letztere finden zudem nur in den Sommermonaten wirklich Zeit, sich fortzubilden – damit auch in der neuen Saison die Maske stimmt. Ach ja, und die Kulissen haben auch ziemlich gelitten während der vergangenen Aufführungen. Da heißt es Schreinern, Malern, Basteln und Flicken, was die Bühnentechniker während ihrer wöchentlichen „Meetings“ (ja, so sagt man auf Neudeutsch dazu) auch fleißig tun.

 

Recht schwierig ist auch die Disposition der Abonnements, die Sie, liebe Zuschauer, Gott sei Dank so fleißig bei uns bestellen. Welche Farbe an welchem Tag? Wer hat Sonderwünsche und wie können die erfüllt werden? Bleiben noch genügend Karten für den freien Verkauf? Und recht machen kann man es eh niemandem…

 

Bleiben noch Terminabsprachen mit dem Leiberheim-Wirt, Festlegung von Aufführungs- und Probenterminen, Druck von Programmen, Anzeigenschaltung, Besuche bei befreundeten Bühnen, und, und, und. A bisserl Abstand vom Ganzen (vulgo: Urlaub) sollte auch noch sein – aber nicht zu viel, denn: Im Oktober heißt es schon wieder „Bühne frei“, und darauf freuen wir uns mindestens so sehr wie Sie.

 

Wir suchen neue Darsteller! Männer und Frauen im Alter von 18 - 30 Jahren und Männer um 50. Bayerische Mundart ist von Vorteil. Infos per Mail.