Spielleitung und Regie

Die Spielleitung unserer Bühne hat die künstlerische Verantwortung für unsere Inszenierungen. Sie wird dabei von weiteren Regisseuren unterstützt, die dann jeweils eigenverantwortlich die Regie für eine Inszenierung übernehmen.


Im sogenannten Regiekreis wählt die Spielleitung zusammen mit den Regisseuren die Stücke für die jeweilige Spielsaison aus. Grundlage für die Entwicklung eines Stückes bietet meist ein von Bühnenverlagen erworbener Text. Daraus entsteht dann ein Konzept für die Szenenfolgen unter Berücksichtigung der vorhandenen Möglichkeiten in unserem Bühnenbild- und Kostümfundus. Der Text in Originalfassung kann nicht immer übernommen werden, er wird dann entsprechend der Interpretation der Regisseure passend für unsere Bühne verändert. Danach erfolgt eine möglichst typengerechte Besetzung der Rollen mit den bei uns zur Verfügung stehen Amateurdarstellerinnen und Amateurdarstellern, die nun ihre Rollenbücher zum Erlernen der Rolle bekommen.

Etwa sechs Wochen vor dem Premierentermin beginnen die Proben, die den Hauptteil der intensiven Regiearbeit zusammen mit den Darstellern ausmachen und mit der Hauptprobe vor der jeweiligen Premiere abgeschlossen sind. Im Laufe der Proben entsteht ein harmonisches künstlerisches Gesamtbild der Inszenierung, wenn der Regie eine möglichst konstruktive und kreative Zusammenarbeit mit allen an der Inszenierung Beteiligten gelingt.

Technik

Freilandschaft mit Biergarten, Almhütte, modernes Wohnzimmer, Bauernstube, Räuberhöhle oder Hotel-Rezeption – jedes Stück braucht ein Bühnenbild (oder auch mehrere, wenn es an verschiedenen Orten spielt). Dessen entsprechende Planung und die dafür notwendigen Kulissen und Möbel herzurichten oder anzufertigen (und auch in Schuss zu halten) ist aber nur ein Teil der umfangreichen Anforderungen, die an die „Technik“ der Volksbühne gestellt werden. Licht und Ton müssen ebenso exakt passen wie Geräuschzuspielungen und schließlich muss ja auch jemand den Vorhang ziehen.

Bei alldem sind Einfallsreichtum, Improvisationstalent und handwerkliches Geschick gefragt, aber auch Engagement und Freude an der Teamarbeit. Die derzeit sechs Bühnentechniker/Innen sind eine verschworene Truppe und haben schon so manches Stück mit ihren gestalterischen Fähigkeiten erst so richtig zum „Highlight“ gemacht.

Gerne aber hätten sie noch Verstärkung: Männer und Frauen gleich welchen Alters, die zupacken wollen, sind herzlich willkommen.

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Soufflieren

Es ist nicht ganz einfach, ernst zu bleiben, wenn die da oben auf der Bühne wieder mal ein komödiantisches Feuerwerk zünden. Der Saal tobt und die Darsteller erfreuen sich am munteren Improvisieren. Aber jetzt sollte es schon mal wieder im vorgesehenen Text weitergehen – wie war der noch gleich? Ein unauffälliger Blick nach unten in den Souffleur-Kasten genügt. Denn dort sitzt hochkonzentriert und in ständiger Bereitschaft auszuhelfen – die Souffleuse. Sie kennt ihre Pappenheimer, weiß genau, wer an welcher Stelle öfter mal hängt und wer gerne einen Fingerzeig hat, wenn er drankommt.

Da ist es nicht damit getan, einfach nur mitzulesen. Man muss das Stück schon kennen, Unvorhergesehenes darf einen nicht aus der Ruhe bringen und ständig ist man auf der Hut, dass die so gefürchteten „Hänger“ von den Zuschauern erst gar nicht wahrgenommen werden. Dafür gibt es nach jeder Aufführung ein dickes „Dankeschön“ der Schauspieler.

Theater fasziniert Sie, und Sie wollen hautnah dabei sein? Warum nicht bei der Volksbühne soufflieren? Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Inspizienz

Der Vorhang geht auf, der Bauer sitzt gemütlich am Kaffeetisch und liest Zeitung. Seine Frau kommt dazu und bringt das Frühstück, als von Draußen aufgeregt die Magd die Bühne stürmt… Halt! Wer sagt ihr denn, wann sie genau hereinzustürmen hat? Und wer hat das Frühstück gerichtet, den Kaffee gekocht, die Zeitung bereitgelegt? Für all das und vieles mehr gibt`s die Inspizienz.

Man kann es sich ja gut vorstellen, dass es hinter der Bühne reichlich chaotisch zugeht: Die Darsteller haben Lampenfieber, der Regisseur hat immer neue Einfälle, die Requisiten müssen zur rechten Zeit am rechten Platz sein…Hier muss einfach jemand Ruhe und Überblick bewahren und sein Organisationstalent effektiv einsetzen. Dafür wird man dann auch von allen geliebt und gedrückt, denn jeder Schauspieler weiß, dass er auf der Bühne nur so gut sein kann, wie dahinter gearbeitet wird.

Sie haben Interesse und wollen zu den „guten Geistern“ bei der Volksbühnen-Inspizienz gehören? Wir freuen uns auf Sie!

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Kinder- und Jugendtheater

Zu einer der schönsten Traditionen der Volksbühne gehört schon seit den Anfängen vor mehr als 60 Jahren das Kinder- und Jugendtheater: Die Töchter und Söhne der Mitglieder sollen ja schon möglichst früh „Bühnenluft“ schnuppern. Viele aus dem aktuellen Spielerkreis haben Ihre ersten Bühnenschritte bereits im zarten Vorschulalter gemacht und profitieren nun natürlich von der jahrelangen Erfahrung, auch wenn sie grad mal erst die Volljährigkeit erreicht haben.

Seit einigen Jahren wird zur Weihnachtszeit sogar ein eigens geschriebenes Stück inszeniert – denn „von der Stange“ gibt es für unsere 15 bis 20 Nachwuchsschauspieler/Innen im Alter zwischen drei und 17 Jahren keine passenden Vorlagen. Ursprünglich nur als Höhepunkt für die eigene Vereinsweihnachtsfeier gedacht, hat die Jugendgruppe schon bald nach der Gründung  auch für Vereine und Institutionen der Umgebung gespielt. Wäre ja auch schade, das Erlernte nur an einem Nachmittag zur Geltung zu bringen. Wer also Interesse hat, seine Weihnachtsfeier mit unserem Kinder- und Jugendtheater zu verschönern, kann Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Kontakt aufnehmen.

 

 

Maske

Die für die Rolle der Oma vorgesehene Darstellerin schaut eigentlich noch viel zu jung aus: kein graues Haar und kaum Falten. Und ihr Enkel, der im ersten Akt frisch rasiert und adrett daher kommt, soll im zweiten einen Dreitagebart haben und recht zerzaust aussehen. Da heißt es in den Schminktopf zu greifen, Haare zu richten, Falten zu „malen“…Weil aber alles lebensecht aussehen soll und man ja schließlich gehobene Ansprüche an sich selbst hat, tüfteln die Maskenbildnerinnen der Volksbühne an jeder Figur mit großer Hingabe.

Die „Schminkerin“ vergangener Tage, als rote Bäckchen und schwarze Stirnfalten noch genügten, hat ausgedient. Es sollen ja in einem Kostümstück aus dem vorigen Jahrhundert die prachtvollen Frisuren der Damen wirklich haargenau passen, und welcher männliche Darsteller hat schon einen fein gezwirbelten Schnurrbart? Fortbildungskurse helfen dabei, die schwierigen Anforderungen immer wieder zu meistern und so manch „altgediente“ Kollegin weiß fast immer einen Rat.

Wenn Sie jetzt denken, „das wär was für mich“, dann nehmen Sie doch einfach Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! mit uns auf.

Organisation im Hintergrund

Damit im Jahr fast 10.000 Besucher ihren Theaterbesuch im Leiberheim genießen können, braucht es eine gute Organisation und viel Engagement der Mitglieder neben dem „normalen“ Spielbetrieb. Einladungen verschicken, Kartenvorverkauf bewältigen, Abendkasse besetzen, Programme drucken, Saaldienst einteilen, Foto- und Videoaufnahmen von den Aufführungen machen, Schaukästen mit Bildern bestücken, Website pflegen, Finanzen regeln, Fortbildungen organisieren, und, und, und…

Um dies alles zu bewältigen, haben viele Bühnenmitglieder gleich mehrere Jobs, z.B. Spielerin, Regisseurin und Schriftführerin, oder Kartenvorverkauf managen, dazu noch spielen oder soufflieren, oder Kindertheater inszenieren und selber spielen, oder Kostümfundus verwalten, spielen und Spielleitung machen, usw.  „Passive Mitglieder“ hat es bei der Volksbühne eh noch nie gegeben. Wer dabei ist, tut auch was, und das gerne.